Um ein selbständiges Leben im Alter zu ermöglichen, bietet das Land seit heuer eine neue Förderung. Für Menschen ab 60 Jahre gibt es eine Förderung von 25 Prozent, wenn sie ihr Badezimmer altersgerecht sanieren lassen.

Glitschige Böden, ein zu tiefes WC, fehlende Haltegriffe – alles Dinge, die im Alter Beschwerden machen oder zur Gefahr werden. Seit Jänner 2015 bietet die Wohnbauförderung einen Zuschuss von 25 Prozent für die altersgerechte Sanierung. Wer den Betrag nicht in bar, sondern als Annuitätenzuschuss in Anspruch nimmt, erhält bis zu 35 Prozent. Gefördert werden nicht Mobiliar oder Dekor, sondern Sanitärelemente wie Dusche, WC oder Installateurkosten.

Im Zuge der Sanierung sollen Stolperfallen entfernt und z.B. Duschbereiche schwellenlos zugänglich sein. Außerdem muss es möglich sein, in die Badewanne oder Dusche einen Klappsitz einzuhängen, für die Dusche ist eine Mindestgröße vorgesehen, für das WC eine Mindesthöhe, die Böden müssen rutschsicher sein. Ziel ist die selbständige Badbenützung im Alter.

Altersgerechte Badsanierung:

Einmalzuschuss bis 3.000 Euro (Gesamtkosten maximal 12.000 Euro), 18 Monate rückwirkend, Alter des Auftraggebers 60 Jahre

Steigende Nachfrage nach dem Winter

Seit Jänner 2015 gibt es diese Förderung und seither ist sie bereits 70 Mal in Anspruch genommen worden. Otto Flatscher, Abteilungsleiter der Wohnbauförderung im Landhaus, konstatiert einen spürbaren Anstieg an Nachfragen, den Schwerpunkt der Bautätigkeit erwartet er für den Sommer.

Die kleine Duschtasse mit Schwelle ist Geschichte …

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Wellnessoase statt täglich die Armatur im Kreuz

Das Ehepaar Martha und Reinhard Schwaizer aus Mils bei Hall hat sich die Sanierung eines der beiden Bäder schon fördern lassen. Die Bauherrin hatte immer weniger Lust, zum Duschen in die Badewanne im ersten Stock zu klettern. Die Dusche im Erdgeschoss war klein und wurde seit dem Auszug der Kinder nicht mehr benützt.

… für ihr altersgerechtes Bad erhielten die Schwaizers 2.400 Euro Förderung.

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„Beim Umdrehen hab‘ ich mir den Rücken an der Armatur angehaut, danach klebte der nasse Vorhang am Körper. Das umgebaute Bad ist geradezu eine Wellnessoase!“. Die Förderung – in diesem Fall 2.400 von 10.000 Euro – hat den Entschluss zur Sanierung beschleunigt. „Das Geld haben wir gerne ausgegeben,“ sagen die Schwaizers. Sie betrachten es als präventive Maßnahme auf dem Weg, im eigenen Haus 100 Jahre alt zu werden. tirol.orf.at

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